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6.9.2010 : 7:00 : +0200

"Deshalb sind wir auch alle da ..."

© MusicalClub24

Inmitten der schönen Südtiroler Landschaft sprachen wir mit Yngve Gasoy Romdal über seine Doppelrolle bei 'Into The Woods' und die Arbeit in Bozen.

MC24: Sie spielen in Stephen Sondheims Musical
'Into the Woods' eine Doppelrolle.

YGR: Für mich haben beide Figuren, der 'Wolf' und 'Aschenputtels Prinz' den gleichen Grundcharakter. Man könnte sagen, sie folgen dem gleichen Trieb. Ich versuche, die Typen so glaubwürdig wie möglich zu spielen. Dafür aber müssen sie etwas überspitzt dargestellt werden. Und das ist für mich die besondere Herausforderung an der Sache. Wenn man es ganz naturalistisch spielt, funktioniert es nicht. Wenn man ganz normal spricht, funktionieren die Sätze nicht. Die Texte sind sowas von abgehoben. Und wenn der Typ, den ich spiele, nicht herüberkommt, dann wird nicht deutlich, was die Sätze meinen. Es macht mir unheimlich Spaß. So etwas habe ich bisher noch nie gemacht. Ich habe auch schon etwas in Operetten in diese Richtung gespielt, aber da habe ich trotzdem realistisch gespielt. Realistisch in einer anderen Zeitepoche, aber realistisch. Hier besteht die Schwierigkeit darin, dass die Darstellung überhöht wirken, aber trotzdem im Geschehen auf der Bühne verankert sein muss. Im Vergleich zu dem Bäcker (gespielt von Carsten Lepper) und der Bäckerin (gespielt von Maike Boerdam-Strobel), die naturalistisch wirken sollen. Aber das Ganze hier, und ich glaube, für alle sprechen zu können, ist einfach ein großes Geschenk. Hierbei mitzumachen. Bei so einem Stück. Deshalb sind wir auch alle da ...

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